Dienstag, 17. Juni 2014

Scherben bringen Glück

Also da hab ich vor einigen Wochen doch im Gestrüpp auf der Ziegenwiese zwei süße kleine Porzellanschälchen entdeckt mit altrosa Blumendekor - Kitsch ja, aber süüüüß.
Wie gesagt das ganze zwischen Gestrüpp so dass es bestimmt zehn Wochen gedauert hat bis die beiden Schälchen aus dem Dickicht zu uns auf den Hof gewandert sind. Nun - was soll ich sagen. Nummer eins ist leider etwa zehn Minuten nach dem Umzug den Zwillingsmäusen zum Opfer gefallen und hat die Bekanntschaft mit dem asphaltierten Hof nicht überstanden.
Und Nummer zwei...



... hab ich eben in das Spülbecken fallen lassen.

Da liegen die Dinger monatelangbei den Ziegen und nichts passiert und keine drei Tage in meiner Obhut...das Wühlen im Gestrüpp hätte ich mir auf jeden Fall sparen können.

Donnerstag, 12. Juni 2014

Glückliches Ende

Nachdem unsere Ziegenherde in den vergangenen Wochen schon deutlich angewachsen ist muss ich mal vom bisherigen Highlight in Sachen Ziegennachwuchs berichten.
Die Geburt des ersten Einlings, bereits im vergangenen Sommer, sowie die beiden Zwillingsgeburten gingen völlig unspektakulär und ohne unsere Hilfe vonstatten.
Das Drama begann dann vor wenigen Wochen - gerade auf dem Weg zwischen Klinik und Zwillingsmäuse-Kita erreichte mich die Nachricht des Herrn Kunterbunt, dass es los gehe. Etwa eine halbe Stunde später eilte mir dann schon am Hoftor der Herr Kunterbunt mit den Worten entgegen "wir brauchen einen Tierarzt...ist schon unterwegs...das Kitz steckt fest".

Die Zwillingsmäuse mussten mal kurzzeitig vor Lauras Stern geparkt werden - wusste ich doch selbst nicht was mich erwartete. Da das Kitz statt mit den Vorderläufen mit dem Kopf voran auf die Welt wollte, ging es auch nachdem die Tierärztin da war zunächst weder vor noch zurück - Schulterdystokie, wie mir meine Hebammenschülerinnen inzwischen versicherten. Mit vereinten Kräften ging es dann darum die Ziege zu retten, das Kitz schien verloren und wurde zunächst im Stroh abgelegt...

Erst als wir auf heißes Wasser warteten um vor der Naht wenigstens eine stallmäßige Desinfektion durchzuführen - ja wir hatten das All-inklusive-Programm - machte das Kitz in der Ecke auf sich aufmerksam. Erst zaghaft, nach einer Eiswasserdusche dann aber immer deutlicher. Schnell war klar, dass die kommenden Stunden entscheidend sein werden, außer Antibiotika für das Muttertier und Schmerzmittel und Aufbaupräparat für das Jungtier, sowie stündlichem "Anlegen"  konnten wir nur abwarten.

Und was soll ich sagen - am nächsten Morgen stand die Mutterziege wieder auf ihren Beinen, nach etwa eineinhalb Tagen hatte es das Kitz raus in halbkniender Position zu trinken. Nur mit dem Aufstehen dauerte es gut eineinhalb Wochen.

Inzwischen springt das Kitz mit den anderen Jungtieren über die Weide ohne dass noch irgendwas auf den schwierigen Start hinweisen würde. Die Tierärztin, die gestern vorbeischaute war auch sehr begeistert...




Ach ja - was sich ja wohl von selbst erklärt - dieses Kitz bekommt natürlich lebenslanges Bleiberecht und ist vor dem Metzger sicher!

Dienstag, 10. Juni 2014

Ich bin wieder da

Gerade noch rechtzeitig bevor die Jahresfrist seit dem letzten Blogeintrag verstreicht sind wir wieder da. Nachdem nun nach dem Umzug ins Eigenheim wieder "Normalität" eingekehrt ist und auch endlich wieder kontinuierlich die Möglichkeit eines Internetzuganges besteht (wenn wir von mühseligem Getippsel per Handy mal absehen) gehe ich mal davon aus, dass nun wieder häufiger hier zu lesen ist.

Anfang April war es endlich soweit - nach gut eineinhalb Jahren Umbau- und Sanierungszeit (überwiegend durch den Herr Kunterbunt) - konnten wir auf unseren kleinen Bauernhof ziehen. Noch gibt es viele kleine (Fugen, Türen, ein Fenstersims, usw. usw.) und größere (die Zimmer im Stallgebäude, Garten, Hof,....) Baustellen und trotzdem ist es Wahnsinnig, weil es unseres ist. UNSER Haus!

Mit uns eingezogen, bzw. teilweise waren sie ja schon in der Umbauphase, also vor uns hier sind inzwischen 10 Ziegen, 8 Hasen, 18 Hühner und 1 Hahn, zwei Gänse und natürlich das Katertier und das Hundemädchen. 
Im Garten versuchen wir uns an den üblichen Verdächtigen...Salat, Tomaten, Gurken, Karotten und Zucchini. Und wenn man mal von kleineren Verlusten durch den Ausbruch unserer Ziegenschar (den beiden Burrenziegen fiel leider die erste Anpflanzung an Pepperoni des Herr Kunterbunt zum Opfer) oder dem Einbruch der Nachbarsschafe absieht, könnten wir durchaus kleinere Ernteerfolge erzielen.

Warten wir also mal ab, ob trotz größeren und kleineren (Schnecken) Besuchern unser Garten zum gewünschten Erfolg führt.